Konzepte

POSTUROLOGIE


MUSKELVERKETTUNG

Doctora Françoise Mézières
Françoise Mézières

Die unglaubliche und geniale Françoise Mézières, Physiotherapeutin, geboren am 18. Juni 1909 in Hanoi, Vietnam ,verstorben im Jahr 1991, ist die Begründerin des Konzeptes der Muskelverkettung und der Mézières-Methode. Bei der Muskelverkettung wird angenommen, dass mehrere Muskeln wie ein einziger funktionieren.

Es ist unmöglich, nur einen einzigen Muskel zu bewegen. Mit jeder Gestik, die wir mit dem Körper machen, wird eine Muskelgruppe mobilisiert; folglich ist die Verkürzung oder Ausdehnung eines einzigen Muskels nicht machbar, weshalb ein effizientes Dehnen dann erreicht wird, wenn die Endpunkte der Muskelverkettungen voneinander weggeführt werden

Unsere Arbeit bei Kuraia gründet sich auf dieses Wissen, das wir mit Erfahrung und Engagement ergänzen.

DIE NATUR DER MUSKELN (und die Wichtigkeit der Dehnung)

Wir versuchen in einfachen Worten unsere Arbeit an der Haltung zu beschreiben. Mit einfachen Konzepten, die wir alle beherrschen, werden wir schnell erkennen, wie wichtig die Beibehaltung von Elastizität und Symmetrie ist.

Ein Muskel ist formbar, elastisch und kann seine Länge und Dicke verändern. Die Muskeln könnten sich durch die Schwerkraft alleine nicht halten, daher ankern sie sich an eine starre Struktur wie das Skelett fest. Der Zweck eines Muskels ist es, das Skelett gegen die Schwerkraft zu stützen und Bewegung zu generieren. Dafür wiederum muss er sich an die Knochen heften, genau genommen an verschiedene Knochen, damit die Muskel-Verankerungen beim Zusammenziehen durch Stellungswechsel Bewegung erzeugen.

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Aufgrund seiner formbaren Natur kann der Muskel gekräftigt und sein Volumen erhöht werden, indem man die Verkürzung oder Annäherung seiner Ankerpunkte vornimmt, ohne sich dabei notwendigerweise zusammenzuziehen und in der Position bis zur Streckung zu verharren. Dies verändert die Körperhaltung, erhöht und/oder korrigiert im Allgemeinen die natürlichen Kurven und kann auch Verdrehungen und Asymmetrie hervorrufen (das bedeutet, dass sich die Muskulatur auf einer Körperseite anders verhält als auf der anderen).

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Durch die Verknüpfung an verschiedene Knochen (fast alle Muskeln durchqueren ein Gelenk), durch die Muskelkürzung und manchmal auch durch die Muskelkräftigung bringen die Muskeln die im Gelenk zusammenkommenden Knochen näher und gefährden so seine Funktionalität. Wenn wir dazu den Symmetrie-Faktor hinzurechnen, kann es gut möglich sein, dass die Gliedmaße der einen und der anderen Gelenkseite nicht länger richtig ausgerichtet sind. Dies geschieht bei Muskeln, die an unterschiedlichen Stellen der jeweiligen Gelenkseite mit den Achsen verknüpft sind. Diese Muskeln tendieren bei einer Verkürzung dazu, die Verknüpfung entweder an der einen oder an der anderen Gelenkseite und damit an nur einer Achse zuzulassen. Dadurch werden die Glieder, die dieses Gelenk vereinen, aus der Richtung gebracht

Die Muskelsteife gefährdet die Funktionalität des Körpers

Dehnung, die Kunst des Entspannens als Gegenpunkt zum Stress.

Durch Stress wird die Reaktionszeit der Muskulatur auf ein Minimum reduziert, was eine ständige leichte und manchmal unbemerkbare muskuläre Anspannung in allen Verkettungen mit sich bringt.

Wenn Stress den Muskel verkürzt, müssen wir uns von ihm frei machen, um uns dehnen zu können, d. h. zwei Punkte ausstrecken. Die gleiche Kondition liegt bei jedem elastischen Gegenstand vor (Kaugummi, Kautschuk etc.).

Das Dehnen stellt eine harte Probe für das stressgeplagte Gehirn dar, weil es die Notwendigkeit der Abwehr einer intensiven Empfindung spürt. Vor dem Dehnen sollte man also erst entspannen, um so den Widerstand des Gehirns zu lösen und damit den intensiven physischen Empfindungen nachzugeben.

BIOMAGNETISMUS


Wir arbeiten nach der Theorie des biomagnetischen Paares des großartigen Dr. Isaac Goiz Durán, indem wir den Ausgleich des PH-Wertes im Körper durch Magnete herstellen. Ziel des Biomagnetismus ist die Verbesserung der Gesundheit. Gleichwohl haben wir als Posturologen bei Kuraia beobachtet, dass die Unausgeglichenheit des PH-Wertes die Stress-Systeme aktiviert, indem sowohl dauerhafte und unbewusste muskuläre Spannungen als auch Asymmetrie hervorgerufen werden.

 

Fühlt ein lebendiger Organismus sich angegriffen, gereizt oder verletzt (Änderung des PH-Wertes), neigt er dazu, mit einer generellen muskulären Anspannung zu reagieren, die als Abwehrmechanismus bis zum Verschwinden des Problems beibehalten wird.

Bis heute ist in der Posturologie bekannt, dass eine an einer Grippe leidende Person ihre Dehnbarkeit beibehalten, aber nicht erhöhen kann. Grund dafür ist die Tendenz des Muskels, sich zusammen zu ziehen und damit sich zu verkürzen, während sich der Virus im Organismus befindet.

Genau genommen, quartieren sich die vom Körper als Angreifer klassifizierten Krankheitserreger meistens bei einem unausgeglichenen PH-Wert ein und provozieren eine Muskelverkürzung in allen Verbindungen, die sie durchqueren. Wir sprechen dabei von der Gesamtheit aller Muskelverbindungen, vom sogenannten Muskelanzug. Kurz gefasst nutzen wir bei Kuraia im Wesentlichen das biomagnetische Paar, damit die betroffene Person aufhört, sich unbewusst zusammenzuziehen und so die anschließende Arbeit an der Haltung ermöglicht, begonnen und gefördert werden kann.

Doctor Isaac Goiz Durán
Doctor Isaac Goiz Durán

Letzen Endes reagieren wir auf einen unausgeglichenen PH-Wert so, als ob wir gekniffen würden und verkrampfen uns mit dem ganzen Körper auf diesen einen zentralen Punkt des Schmerzes, der Anspannung, der Feindlichkeit, des Angriffs.

Bei Kuraia hegen wir den Wunsch nach biomagnetischen Posturologie-Standards ähnlich der Meridiane in der traditionellen chinesischen Medizin, die wir auch durch unsere gemeinsame Arbeit mit Akupunkteuren vertreten.

Bezogen auf den Biomagnetismus bleibt abzuwarten, wie in der Zukunft die weitere Entwicklung vorangetrieben wird.

 SYMMETRIE


An dem Werk Der vitruvianische Mensch von Leonardo Da Vinci (auf den goldenen Schnitt begründete Zeichnung) können wir in der Struktur oder in der originalen Skizze des Menschen beobachten, wie sich die Massen von gleichen Volumen und Längen verteilen, sowohl an der einen, als auch auf der anderen Seite der Schwerpunktachse, die sich im Zentrum dieser Struktur befindet.

 

Es ist wie bei einem Gebäude, das aufgrund der Schwerkraft eine symmetrische Grundlage benötigt auf der weitere symmetrische Masse aufgebaut wird. Jede Struktur, die diese Bedingung verliert, entwickelt eine Spannung, die den Strukturkollaps oder eine Tendenz hervorruft, mit der gleichen vertikalen Schwerkraft einzustürzen.

Das Gehirn begleitet den menschlichen Körper auf sehr intelligente Weise, indem es stets die benötigte Spannung berechnet und neu berechnet, damit die Schwerkraftsachse im Körper zentriert bleibt und so eine Struktur darstellt, die durch die Schwerkraft (eine vertikale Kraft, die sich auf alle gleich auswirkt) nicht zusammenklappt.

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Wie wir bereits gesehen haben, kommen manchmal Verkürzungen von asymmetrischen muskulären Verkettungen vor, was an anderer Stelle der Körperstruktur eine unübliche Spannung (Verspannung) auslöst, wie ein Tauziehen im Körper zwischen den Verkürzungen und den Verspannungen, ein Wettstreit, um zu sehen, wer von beiden die meisten Knochen bewegt.

Bei Kuraia lösen wir keine Verspannung, ohne den Ursprung oder den Grund zu kennen. Würden wir mit einer Verspannungslösung anfangen, wäre das so, als würden wir dem Gehirn sagen: „Du weißt nicht was du tust“, weshalb bei der Lösung dieser Verspannung auch das gelöst wird, was sie festhält oder stützt. Dies ermöglicht der Verkettung im Kürzungsprozess sich noch mehr zu verkürzen und so die Knochen noch mehr zu verschieben, wodurch die Körperhaltung auf falsche Weise verändert und vom Originaldesign abweicht.

Die mathematische Formel (Der vitruvianische Mensch von Da Vinci) spiegelt sich in der gesamten Natur wieder, nämlich in unserer DNA. Glücklicherweise ist die Tatsache, dass jede Körperzelle dies so aufnimmt und anerkennt, uns ein Verbündeter. Wir denken uns keine neuen Körperhaltungen aus, da die menschliche Haltung das Resultat einer 20-Millionen-jährigen Evolution ist. Unübertrefflich.

In der Tat beschwert sich der Großteil unserer Kunden über Verspannungen, Konsequenz der muskulären Verkürzungen, die nicht unbedingt schmerzen, aber doch Konsequenzen mit sich tragen (gut sichtbar ist eine Änderung in der Körperhaltung, Verspannungen und Versteifungen sind leicht zu ertasten und liegen möglicherweise auf der „gegenüberliegenden Seite“ der Struktur oder der Muskelverkürzung).

SPORT


Wird der originale Körperaufbau beibehalten, können wir der Struktur zusätzlichen Stress aussetzen, ohne dabei irgendeinen Nachteil zu erleiden. Hätten Sie lieber einen Ferrari mit einem kleineren oder anderen Reifen (asymmetrisch) oder einen Ford Fiesta mit vier gleichen Reifen (symmetrisch)?

 

Viele Sportler entscheiden sich dazu, diesem schiefen Turbo-Auto Spoiler anzubringen, um so noch mehr Leistung aus der Maschine zu holen. In Wirklichkeit jedoch unterziehen sie eine zum Kollaps tendierende Struktur dem Stress, auf den diese nicht vorbereitet ist. Durch weitere Verstärkungen wird keine Rückkehr zum originalen Körperaufbau erreicht. Nur durch das Verbleiben im körperlichen Originaldesign können wir die Körperfunktionalität 100 %-ig nutzen. Für einen Sportler ist das Wissen um ein grundlegendes Training zur Muskelerhaltung unentbehrlich. Das Ziel ist die Beibehaltung einer minimalen Gesamt-Elastizität und einer Symmetrie und somit die Aufrechterhaltung des originalen Körperbaus (und der Schwerkraftsachse in der Körpermitte).

AKUPUNTUR


Wir haben bereits das Verhältnis zwischen den Muskelverkettungen und den Meridianen gesehen. Tatsächlich führen alle Meridiane durch die Muskelverkettungen und umgekehrt. Das Freisetzen eines Meridians ermöglicht eine bessere Arbeit an der Verkettung, die es durchquert. An diesen Punkten arbeiten wir auch mit Elektro-Stimulierung und Infrarotlicht, wodurch denjenigen, die die Nadeln fürchten, die Möglichkeit geboten wird, die Akupunktur-Behandlung ohne diese durchzuführen.

 

DIEN CHAN


Es handelt sich um die von Dr. Bùi Quốc Châu entwickelte, fortgeschrittene vietnamesische Gesichtstherapie. Er entdeckte zahlreiche Reflexionsschemen, die vom Gesicht aus stimuliert werden können und dabei interessante physische und psychologische Vorteile bringen.

 

Durch das Drücken verschiedener, vom Dr. entdeckten Druckpunkte, stimulieren wir den Teil des Gehirns, der für den zu behandelnden Körperbereich zuständig ist.

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Bei Kuraia nutzen wir diese Technik aufgrund ihrer nachgewiesenen Auswirkungen bei der Behandlung von Schmerzpunkten. Dadurch wird unser Ziel der Steigerung von Elastizität und Symmetrie ermöglicht.

DAS SEUFZEN


Bei Kuraia stellen wir die benötigten Arbeitsmittel zur Verfügung und erklären sie, damit der optimale mentale Zustand für jedwede muskuläre Veränderung erreicht wird.

 

Seufzen, der Atemzug der Veränderung.
Das Seufzen ist so unschuldig wie fordernd. Es scheint lediglich das Ausstoßen von Luft zu sein. Jedoch bedeutet es oft auch Verlust, Akzeptanz, das Verlieren der Lust an etwas, das Verlieren des sich Sträubens oder aber das zeitliche Loslassen eines Momentes (Abschweifen).

Das Seufzen setzt das Ende jeder unbewussten muskulären Kontraktion und konstanten Denkschleife voraus. Das bedeutet, dass sich das Seufzen und Dehnen als schwierig herausstellt, wenn der Körper angespannt, überspannt und der Kopf nur mit Denken beschäftigt ist.

So kann man den Stress als unseren Verbündeten ansehen, wenn es ums Dehnen geht, ums Hervorrufen einer Veränderung in unserem Körper, ums Leben…

Der Stress ist nichts Schlechtes. Wir sind uns nicht bewusst, dass er uns unzählige Male das Leben gerettet hat. Auch wenn sich zusammenfassend sagen lässt, dass ein verlängerter, dem Stress ausgesetzter Zustand zu Unfällen und schlechter Gesundheit führen kann.

Es wäre wunderbar, den Zeitpunkt „kontrollieren“ zu können, zu dem man den Stress sinnvoll benötigt. Der Stress bereitet den Körper lediglich dafür vor, um plötzlich vor einer Gefahr aus Überlebensgründen (z. B. Tiger) flüchten zu können. Und stellen Sie sich mal vor, wir könnten ihn gleichzeitig für das Emotionale aktivieren; weitere Situationen wären das Zuspätkommen zum Zahnarzt, oder wenn wir einen Actionfilm sehen…

Zunächst einmal stellt das Seufzen den Stress ab und es produziert für einen kurzen Augenblick die Art von Gehirnwellen (schlafend, meditierend), die Ihnen Zugang zu Ihrem Frontallappen gewähren, von dem man sagt, dass dort die Freiwilligkeit generiert wird. So kann man also seine Freiwilligkeit umsetzen, indem man eine Änderung im Körper bewirkt, in diesem Fall eine Dehnung (d. h. zwei von sich entfernende Punkte). Der Stress könnte unsere besten Waffen für die Evolution unserer Spezies zerstören, da er nur die primitivsten Stellen unseres Gehirns verwendet.